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Google Analytics: IP-Adressen als personenbezogene Daten

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Nach einem Bericht der FAZ hat der Hamburgische Landesdatenschutzbeauftragte seine Verhandlungen mit Google über »Google Analytics« ohne Ergebnis abgebrochen. Die Datenschützer prüfen nun, ggf. gegen Websitebetreiber vorzugehen, die diese Software einsetzen.

Kern der Auseinandersetzung ist, dass die Analyse-Software die IP-Adressen der Besucher der jeweiligen Website an einen Dritten (Google) übermittelt. Es spricht einiges dafür, in IP-Adressen personenbezogene Daten zu sehen, und solche Daten dürfen nur im gesetzlichen Rahmen erhoben und verarbeitet werden. Bekannt wurde diese Frage schon vor einigen Jahren, als das AG Mitte entschied, dass das Bundesjustizministerium auf seiner Website keine IP-Adressen von Besuchern über den Besuch hinaus speichern dürfe.

Auch wenn es zu dieser Frage noch keine höchstrichterlichen Entscheidungen gibt: Bis auf weiteres ist allen Website-Betreibern zu empfehlen, auf »Google Analytics« zu verzichten und auch allgemeiner die Speicherung von IP-Adressen zu unterbinden.

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Danach: Google Analytics, Teil 2: Landesdatenschutzbeauftragter schaltet eigene Website wegen Datenschutzverstoß ab

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Letzte Änderung: 25.02.2017