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Google Analytics, Teil 2: Landesdatenschutzbeauftragter schaltet eigene Website wegen Datenschutzverstoß ab

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In den letzten Tagen sorgte in der Netzwelt die Nachricht für Aufsehen, dass der Hamburgische Landesdatenschutzbeauftragte seine Gespräche mit Google über eine datenschutzkonforme Gestaltung des Statistikdienstes »Google Analytics« ergebnislos abgebrochen hatte. Schnell verbreitete sich dann im Netz, dass auch die eigene Website des Landesbeauftragten einen vergleichbaren Dienst eingesetzt und so nach eigenem Verständnis gegen Datenschutzrecht verstoßen hat.

Der Kollege Thomas Stadler hat den Umstand in seinem bekannten Blog aufgegriffen. Der Behördenleiter, Johannes Caspar, hat sich daraufhin in einem Kommentar in dem Blog gerechtfertigt, die Webseite werde von einem externen Dienstleister gestaltet, auf den er keinen Einfluss habe - eine Rechtfertigung, die die Behörde bei Außenstehenden regelmäßig nicht akzeptiert.

Nachdem auch Spiegel online berichtete, hat der Landesbeauftragte nun die Konsequenzen gezogen und seine Webseite abgeschaltet.

Für Website-Betreiber bedeutet dies keine Entwarnung: An der Rechtsauffassung der Hamburgischen Datenschutzbehörde hat sich offenbar nichts geändert. Allerdings spricht einiges dafür, dass die Behörde ihr Augenmerk weiterhin eher auf Software-Hersteller als auf einzelne Websites legen will, auch Behördenleiter Caspar hat dies in seinem Blog-Kommentar so dargestellt.

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Letzte Änderung: 25.02.2017