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Exit through the gift shop: Abmahnung aus der Gegenkultur

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Der Film Exit through the gift shop des britischen Künstlers Banksy ist laut tageszeitung eine »ironische Grabrede auf die durchkapitalisierte Kunstwelt.« Banksy ist mit kapitalismuskritischer Streetart weltberühmt geworden und setzt sich nun kritisch mit den Mechanismen des Kulturbetriebs auseinander – die Zeit spricht von Rebellion.

Aber auch ein kritischer Künstler verlässt die »durchkapitalisierte Kunstwelt« nicht. Sichtbar wird das in den letzten Tagen durch Abmahnungen der Hamburger Kanzlei »Lex:ius Dimke, Rothenberg & Partner« gegen Personen, die den genannten Film angeblich zum Download angeboten haben sollen. Auftraggeber ist offenbar der deutsche Vertrieb, die »Alamode Filmdistribution oHG« aus München. In dem Anschreiben wird ein Gegenstandswert von 50.000 € zu Grunde gelegt, zur Beilegung der Sache wird ein Vergleich über 1.200 € angeboten.

Auf der Homepage des Künstlers heißt es noch ganz unkommerziell:

You’re welcome to download whatever you wish from this site for personal use. However, making your own art or merchandise and passing it off as ‘official’ or authentic Banksy artwork is bad and very wrong.

Banksy neither produces or profits from the sale of greeting cards, mugs or photo canvases of his work. He is not represented by any of the commercial galleries that sell his paintings second hand and cannot be found on facebook/twitter/myspace etc.

Bei einer Filmproduktion mit den entsprechenden Kosten stößt dieser unkommerzielle Geist offenbar an seine Grenzen.

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Vorher: Abmahnung von Anbietern bei Rapidshare & Co.

Danach: DPWV knickt ein: Vereinbarung über Kindergarten-Musiknutzung

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Letzte Änderung: 04.01.2016